Bei häuslicher Gewalt in der Familie sind die Kinder immer mit betroffen,
unabhängig davon ob sie selbst unmittelbarer Gewalt ausgesetzt sind oder nicht.
 
Die belastenden Erlebnisse und die damit verbundenen Unsicherheiten und Vertrauensverluste bleiben nicht ohne Folgen für die kindliche Entwicklung. Neben einer Entwicklungsverzögerung, können die Gewalterfahrungen u.a. auch zu Schlafstörungen, Lernschwierigkeiten, Aggressivität und Ängstlichkeit führen.

Die Flucht ins Frauenhaus bedeutet für die Frauen und deren Kinder einen Ausweg aus der Gewalt und somit eine Entlastung. Auf der anderen Seite ist es auch eine Belastung, da das Kind dadurch mit massiven Lebensveränderungen konfrontiert wird.

Das Frauenhaus ist auch immer ein Kinderhaus.

Im Frauenhaus sollen die Kinder in einer angstfreien Atmosphäre Kind sein dürfen und dadurch eine schöne und unbeschwerte Zeit verbringen können, an die sie sich gern erinnern. Darüber hinaus unterstützen qualifizierte Mitarbeiterinnen die Mädchen und Jungen dabei, ihre Erlebnisse zu verarbeiten und zu bewältigen.
Oberstes Gebot hierbei ist, dass den Kindern zugehört und geglaubt wird.